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Verborgene Schätze
Im Jahre 1980 wurde man in der Privilegierten Apotheke in Burg fündig. Beim Stöbern auf dem Dachboden hielt man plötzlich die Schleswig-Holsteinische Medizinalverfassung von 1834 in den Händen. Das machte neugierig und in der nächsten Zeit wurden sämtliche Böden, Abseiten, Keller und Stallungen der alten Apotheke durchsucht.
Das Ergebnis war sensationell: Man fand fast eine komplette Apothekenausstattung seit der Gründungszeit 1839. Die unzähligen Geräte wurden aufgearbeitet, identifiziert und im alten Arzneikeller zusammengetragen. Es war ein richtiges kleines Apothekenmuseum.
Die Sattlerei
Das Gebäude der alten Sattlerei wurde die Heimat des Burger Museums. Bis zu seinem Tode übte Wilhelm Bernhardt hier sein Sattlerhandwerk aus. Es wurde über Jahrhunderte nichts verändert, so dass die alte Sattlerwerkstatt, die 1840 von Christoph Bernhard gegründet wurde, im Urzustand erhalten blieb. Um dieses einmalige Denkmal alten Handwerks für die Nachwelt zu erhalten, handelte die Gemeinde Burg schnell, als das Bernhardt´sche Haus zum Verkauf stand. Das Burger Heimatmuseum sollte hier seine Bleibe finden und der neu gegründete Förderverein sollte das Gebäude mit Leben erfüllen.
Tischler, Schuhmacher & Frisör
Handwerk hatte goldenen Boden. Die letzten beiden Jahrhunderte waren die Jahrhunderte des Handwerks. Auch in der Gemeinde Burg erlebte das Handwerk seine Blütezeit. Uns sind zahlreiche Gewerke fast aller Handwerksberufe erhalten geblieben, vom Bäcker über den Frisör zum Sattler, Schuster und Tischler. Eine kleine Tischlerwerkstatt ist dort bereits eingerichtet. Ein besonders schönes Schaustück ist die fußbetriebene Tischlersäge.
Der Friseur
Im ersten Stock befindet sich neben der Zahnarztpraxis der Museums-Friseur
Der Schuhmacher
Der Schuhmachermeister Jakob Besel betrieb seine Schuhmacher-Werkstatt in der Bahnhofstraße in Burg. Er fertigte die Schuhe selbst und war orthopädischer Schuhmacher. Ergänzt wird seine Werkstatt durch die Maschinen des Schuhmachermeisters Tito aus Marne, der eine Zeitlang auch eine Filiale in Burg betrieb. Beides zusammen ergibt eine komplett eingerichtete Schuster-Werkstatt im Erdgeschoss des Burger Museums.
Der Kolonialwaren-Laden
Der Burger Kolonialwaren-Laden stammt vom Burger Kaufmann Georg Pauls, der lange Zeit an der Ecke Bahnhofstraße/ Waldstraße die Niederlassung von Thams und Garfs betrieb. Georg Pauls stiftete seine Ladeneinrichtung dem Burger Förderverein, als er in den wohlverdienten Ruhestand ging.
Der Zahnarzt
Neben der alten Landapotheke hat jetzt auch der Zahnarzt seine Praxis eröffnet. Die Zahnarzt-Praxis aus den 1920er Jahren stammt aus dem Nachlass von Dr. med. dent. Bruno Deppe aus Burg und ist mit einem mechanischen fußbetriebenem Bohrer ausgestattet. Der schwere eiserne Behandlungsstuhl war zusammenklappbar und wurde bei Hausbesuchen in die ländliche Umgebung mitgenommen.
Viel Verkehr auf der Burger Au
Burg war im 19. Jahrhundert der belebteste Schifffahrts-Ort an der Dithmarscher Westküste. So liefen zu Beispiel im Jahre 1840 im Burger Au-Hafen 1700 Schiffe ein und aus, hauptsächlich Ewer, die Torf exportierten, und 1870 waren in Burg 80 Schiffe registriert.
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